(1) Verarmungswahn – Oder: NYC ist [pardon!] scheißteuer

Zwar musste ich in meinem bisherigen Leben schon oft mit wenig Geld auskommen, über den Preis von Toilettenpapier habe ich jedoch kaum einmal nachgedacht. In NYC ist „bathroom tissue“ ein Luxusgut; ob seiner Kostbarkeit wird es in einzelnen Rollen verkauft.
Schlicht exorbitant sind die Preise für Lebensmittel in Manhattan und auf der Insel. Da packt uns das Entsetzen. Das Einzige, was nichts kostet, sind Tüten. Man bekommt sie stets doppelt ineinandergesteckt gereicht und davon möglichst viele. Apropos Plastik: In Deutschland überlegten wir noch, ob wir Wasser aus Weichmacher-Plastikflaschen trinken wollen. Hier stellt sich nur noch die eine Frage: Wo ist das Wasser am günstigsten?
Die Preise scheinen in keinem Verhältnis zu unserem derzeitigen (einzigen) Einkommen und zum gigantischen Kühlschrank, den man damit offenbar füllen soll. Das treibt uns am Wochenende zu langen U-Bahn- Fahrten hinaus nach Queens, wo es bei ALDI noch was gibt für´s Geld, zum Beispiel Schokolade, die man essen kann. So weit so gut, aber wie die gallons of milk und das ganze Zeug nach Hause tragen? Da ist man froh, einen Kinderwagen zu haben! Aber, Halt! Nicht jede U-Bahn-Haltestelle hat Rolltreppen oder einen Aufzug. Wo es einen Aufzug gibt, kann man keinesfalls sicher sein, dass er täglich funktioniert. Wenn er gerade nicht „temporarely out of order“ bezeichnet wird, kann es nämlich gut sein, dass er „permanently out of order“ ist. Da heißt es: Kinderwagen anpacken und sich die Treppe runterkämpfen. Wenn man Glück hat, hilft jemand, wenn man noch mehr Glück hat, kommt man heil unten an.
Herzlich willkommen in New York City.

bathroomtissuebathroom tissue; $ 1,49 per unit (1,40 €)

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