(13) Verwirrung mit Briefmarken – Oder: Warum ich vielleicht keine Rente kriege

Heute wollte ich drei Briefe aufgeben. Was gab mir die Frau am Post-Schalter? Drei kreisrunde Aufkleber, jeweils in Form eines Adventskranzes. Das Einzige, was diese mit Briefmarken gemein hatten, war eine zackenartige Umrandung. Nichts stand darauf von „US-Post“ oder gar von einem Wertbetrag. Lediglich eine Jahreszahl war aufgedruckt, allerdings nicht die aktuelle, sondern die von 2013. Könnte ich besser Englisch, hätte ich irgend so etwas gefragt wie: „Why did you give me these pieces out of the stickers-book that your five-year-old daughter doesn´t need anymore?” Die Adventskränze jedenfalls schienen mir für die Krankenkasse, das Landesamt für Besoldung und für die Deutsche Rentenversicherung gleichermaßen unpassend. Was tun? Nun, mangels einer Alternative verzierte ich die Briefe mit den Kranzklebern und warf sie in den Kasten. Nun hoffe ich, dass sich die drei Sachbearbeiter in Deutschland über die Sticker freuen werden. Dass sie aus lauter Freude gegebenenfalls das Strafporto privat entrichten. Und ich hoffe vor allem, dass die Briefe überhaupt ankommen. Wäre doch schade, wenn die Meldung des Wohnortswechsels bei der deutschen Rentenversicherung nicht vermerkt würde. Sonst gingen mir auch noch diese 2,85 € flöten.

briefkasten