(4) Such a mess! Oder: Heute keine Fotos

Dass Toilettenpapierrollen hier so teuer sind, als handle es sich dabei um aufgewickelte Dollarnoten, wundert mich schon die ganze Zeit (1). Nun ist das Geheimnis gelüftet: Die teuren Preise sind dazu da, das einwandfreie Funktionieren der hiesigen Toiletten sicherzustellen. Solange das Papier so viel kostet, benutzt es nämlich keiner und das ist gut, denn: Amerikanische Toiletten actually do not work with so-called bathroom tissue! Frisch eingereist, konnten wir das ja nicht wissen und haben naiverweise das Teufelszeug einige Zeit benutzt, was nach einer Woche zu einer totalen Abflussrohrverstopfung und Überschwemmung im Badezimmer führte. Weitere Details spare ich an dieser Stelle aus. Jedenfalls gab es keine andere Möglichkeit, als den feschen doorman (Aufsichtspersonal im Hochhaus) zu informieren, der mir das übliche Formular für Reparaturaufträge reichte. Wann ist der Auftrag? Wo? Wie heißen Sie? Was genau ist zu tun? Angesichts dieser bürokratischen Herangehensweise erklärte ich in brillantem Englisch, dass es ja eigentlich „urgent“ ist. Mittels Pantomime stellte ich sprudelnde Quellbewegungen dar. Ah! Da schnappte der doorman sein Funkgerät und wenig später waren vier Leute vor Ort, inklusive der doorman selbst und begutachteten die Situation. Äußerst unangenehm… Mit einer Reinigungsspirale war das Problem allerdings schnell behoben. What did we do wrong?, fragte ich und bekam zur Antwort: Too much paper! Thank you. You´re welcome.