(114) It works – Oder : It doesn´t work

Der Lifescientist sagt, in den USA sei das binäre Denken zuhause. „It works“ oder „It doens´t work“ sind wesentliche Kategorien, die den Berufs-Alltag bestimmen. Wenn ersteres der Fall ist, dann ist es bestens, dann lässt man es genau so. Ist letzteres der Fall, muss jemand einschreiten. Die Frage: „Wie könnte man es noch besser machen?“, stellt sich keiner.
Anderes Beispiel: Das U-Bahn-System. Man kann eine Fahrkarte kaufen, oder man kann es bleiben lassen. Fahren Sie eine Station oder fahren sie ans Meer – ist uns doch egal! What the hell are prize zones?
Oder Waschmaschinen. Das Waschprogramm wäscht so heiß wie es aus der Leitung kommt (hot), so kalt wie es aus der Leitung kommt (cold) oder, Achtung: gemischt (warm). Das war´s mehr oder weniger. Der Trockner ebenso. Trocknen Sie 45 Minuten oder hängen Sie die Wäsche selber auf. An-trocknen? Wer macht den so etwas?
Ein typisches Beispiel sind auch Briefmarken. Ich berichtete bereits. Wir Deutschen sind allen Ernstes in der Lage, „Ergänzungsmarken“ zu drucken, die zwei Cent wert sein sollen. Vermutlich ist Produktion und Vertrieb dieser Marken teurer als die durch sie erzielten Einnahmen. Da lobe ich mir die amerikanischen Briefmarken. Einmal gekauft und: It works. Und zwar forever.