(121) Under Construction – Oder: Andere Baustellen

Als wir einmal  zum Central Park unterwegs waren, geriet der Familienausflug vor einer Baustelle unversehens ins Stocken. Hoch oben in der Luft schwebte irgendwo an Stahlseilen eine Betonwand. So ist das wohl beim Fertig-Hochhaus-Bau: Ein Wandstück nach dem anderen wird hinauf gezogen.
Auf dem Gehweg stand ein Bauarbeiter. Dieser legte seinen Kopf in den Nacken, verfolgte die Wand, und winkte uns Fußgänger mit erhobener Hand zurück. „Wartet mal gerade“, schien die Geste zu bedeuten.
Wie ist das hier mit der Bausicherheit, fragte ich mich. Entweder es ist gefährlich, diesen Gehweg zu benutzen, dann wäre eine weiträumige Absperrung ratsam, oder es ist sicher, dann können wir alle weitergehen. Das war merkwürdig. Unser aller Leben schien an der Geste dieses einen Bauarbeiters zu hängen. Anstatt weitere Signale abzuwarten, wählten wir die Parallelstraße.
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Beim Gerüstbau wurden hier Stahlträger lose (!) aufgelegt und der entstandene Tunnel hell erleuchtet.
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Diese Baustelle macht optisch etwas her, finde ich.