(122) Package notification – Oder: Ich kaufe ein „R“

Nachdem wir die geliehene Eismaschine wieder abgegeben hatten, erschien uns ein Leben ohne dieses Gerät durchaus noch möglich, aber sinnlos. Wir bestellten exakt dasselbe Modell zu uns nachhause. Für den Kauf von Eismaschinen ist übrigens jetzt der richtige Zeitpunkt, denn sie sind derzeit im Angebot. Im  August – das ist Life Science – scheint ein Kauf, zumindest rein monetär betrachtet, wenig ratsam.
Rechzeitig zum Wochenende traf das Paket ein. Die Schlagsahne hatten wir bereits besorgt und  kühl gestellt. Mit leerem Kinderwagen ging ich zum Front Desk, um die Lieferung entgegenzunehmen. Thank you – You´re welcome. Einen federleichten Karton legte ich in den Wagen. Merkwürdig, ich hatte die Maschine viel schwerer in Erinnerung.
Zurück im Apartment, öffnete ich Außen- und Innenkarton (ressourcenschonender Versandhandel muss erst noch erfunden werden), entfernte das Styropor und es fiel mir zuallererst ein Kunststoff-Löffel in die Hände,  vermutlich zum Servieren von Eis. Aber dann stellte ich fest, dass das Gerät eine ganz andere Farbe hatte, als das eigentlich bestellte. Genau genommen war es ein ganz anderes Modell. Bei noch genauerem Hinsehen auch eine andere Firma. Und wem man den Aufdruck auf der Verpackung näher betrachtete, war es auch keine Eismaschine, sondern ein Reiskocher. Einen solchen hatten wir mit Sicherheit nicht bestellt. Geht halt immer viel schief over here. Gut, dass E. jederzeit bereit ist, uns nochmals ihre Maschine zu leihen.

reiseisOb ich´s mal mit Reiseis versuchen soll?