(150) Teures Nass -Oder: Pack die Badehose ein! Mehr nicht, bitte.

Neulich waren Mütter und Kinder am Strand. Aus der U-Bahn aussteigen und Seeluft einatmen: Urlaubsfeeling so einfach und so nah. Ich war glücklich. Der kleine Schatz fand es auch toll, besonders den Sand. Am liebsten hätte er den ganzen Strand aufgegessen. Kostenpunkt für diesen Ausflug: $5,50 für die U-Bahn und $4 für die Fritten. Mehr nicht. 

beach
Coney Island; wochentags findet man auch weniger belebte Stellen als hier


Manche bevorzugen vielleicht lieber das Freibad. Weniger Sand in den Ohren und alles schön sauber. Aber an Freibadflächen wird in New York gespart: verbauter Raum, den man nur im Sommer nutzen kann. Verschwendung.
Auf der Insel gibt es ein Freibad, das Becken ist sagenhafte 18 Meter lang. Also so etwa die Größe eines geräumigen Wohnzimmers. Außenrum ein paar schicke Liegen und schrille Stühlchen. Manhattansicht. Wie viel wärt ihr bereit, für eine Dreimonatskarte in diesem Bad auszugeben? Überlegt mal. Und nun betrachtet folgenden Link zur Preisliste:

Auf der linken Seite sind die aktuellen Preise für alle Inselbewohner, rechts die Preise für Leute von auswärts. Im letzten Jahr haben nur Bewohner eines bestimmten Wohnkomplexes den „Vorzugspreis“ erhalten, dieses Jahr zahlen endlich alle Inselbewohner gleichviel. 

pool
Das Freibad auf Roosevelt Island


Wem das zu teuer ist, der kann auch ein städtisches Freibad in Manhattan oder in Queens besuchen. Kostenlos! Der Nachteil hierbei ist lediglich, dass man in den Badebereich fast nichts mitnehmen darf. Nicht einmal Klamotten. Nur ein weißes (!) T-Shirt ist erlaubt, als Sonnenschutz. Essen? Zuhause lassen. Zeitungen und Zeitschriften? Verboten. Handtuch, Schuhe, Buch und Wasserflasche sind angeblich erlaubt. Um die eigene Tasche zu sichern (die man nicht ins Bad mitnehmen darf) bringe man ein eigenes Vorhängeschloss. Clevere kommen um 16.00 Uhr. Da ist das Becken frisch gereinigt.