(213) Bis auf Weiteres inconvenient – Oder: Einstürzende Altbauten

Es gibt ein Spielzimmer in der Upper East Side. Darin dürfen Angehörige der Kliniken und Institute mit ihren Kindern spielen. Ein kleines Außengelände mit einem ansehnlichen Kinder-Fuhrpark (Rutschautos, Dreiräder, Roller) ist daran angeschlossen. Das Ganze wird von einer Vereinigung von Eltern betrieben, die neben ihren anstrengenden Berufen ihr Bestes geben, etwas für die Allgemeinheit zu organisieren. 200 Dollar kostet es für jeden Teilnehmer, ein Jahr lang die Spielanlagen zu nutzen. Das ist es uns wert. Vor allem jetzt im Winter, wenn es zu kalt ist, sich lange draußen aufzuhalten. In der eigenen Wohnung wird das Spielen mit der Zeit destruktiv und es steht innerhalb kürzester Zeit Eine Art von Chaos, das man sich kaum vorstellen kann, wenn man nicht mit Kindern zusammenlebt. Es soll ja Leute geben, die ein Kinderzimmer haben – unserem Kind dagegen gehört das ganze Apartment!

Es ist eine illustre Caregiver-Mischung von Mamas, Nannys, Omas, Vätern mit Kippas (jüd. Kopfbedeckung) und ihren Kindern, die sich im Spielzimmer versammelt. Es ist eng. Die Kinder stört das nicht. Man hört alle möglichen Sprachen, darunter auch immer mal wieder deutsch. Elektronisches Spielzeug hupt und singt und macht Tiergeräusche dazu.

Soweit, so unterhaltsam. Doch jetzt ist erst mal Schluss: Der Pylon vor der Tür verheißt nichts Gutes. Caution! Das Spielzimmer ist bis auf Weiteres geschlossen. Die Decke ist runtergfallen.

Sie wüssten, dass es um diese Jahreszeit ein schechter Zeitpunkt sei, das Spielzimmer zu schließen, schreibt der Spielzimmer-Organisator mitfühlend in einer öffentlichen Email. Und ob jemand sachdienliche Hinweise machen könne, wie das war, als die Decke runterkam.

Wir nicht.

playroom

playroom2Spielzimmer bis auf Weiteres geschlossen wegen Deckeneinbruchs.
Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten und hoffen,
dass es baldigst (ASoon APossible) repariert wird. Danke.