(241) Wenn Anstehen lohnt – Oder: Charmante Deeskalation

Über Trader Joe´s wird an dieser Stelle nicht zum ersten Mal berichtet. Das ist der Laden, wo Hinz und Kunz einkauft.

 

 

Noch schnell durchhuschen, bevor der große Andrang kommt…

Trader Joe´s ist außerdem der ALDI für Coole. Frau Life Science fühlt sich auch immer unheimlich cool, wenn sie mittwochs nach der Spielgruppe dort shoppt (Und das Coolheitsgefühl muss die ganze Woche reichen). Kaum zu glauben, Trader Joe´s ist tatsächlich eine Tochterfirma von good old ALDI.

Was das Interieur betrifft, fühlt man sich in diesem Laden immer ein bisschen wie auf einem Schiff. Man befinde sich auf der hohen See des Kulinarischen, lässt Trader Joe´s verlautbaren. Auch Schiffsglocken sind vorhanden, an jeder Kasse hängt eine.

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Für das Glockengeläut gilt ein Code. Im Netz findet man die Erklärung:

Einmal Klingeln: Eine weitere Kasse wird gebraucht

Zweimal Klingeln: Jemand möchte etwas wissen

Dreimal Klingeln: Der Chef ist gefragt

Trader Joe´s führt ganz tolle Produkte:

 

 

links:      Hartgekochte und geschälte Eier
rechts:      Das Flüssig-Ei-Produkt im Tetra-Pack soll  ebenfalls hervorragend sein.
(Fast so gut wie Eier).

Auch das eine oder andere deutsche Lebensmittel findet man dort. Zum Beispiel „original bayrische“ Pretzeln.  (Man buchstabiert sie so wie sie schmecken: slightly different).

pretzel

Das Anstehen dauert in diesem Geschäft schon mal etwas länger.

middleEin Mitarbeiter hält ein Schild: „Middle of line“. Das dicke Ende kommt erst noch!
Das entsprechende Schild ist auf dem Foto schwach zu erkennen.

Dafür ist der Kaffee ist für umme.

coffee
Feel free to help yourself!

An der Kasse erlebt man schon einmal die eine oder andere Überraschung. Letzte Woche weigerte sich der Forschernachwuchs energisch, seine „Pretzel“ aus der Hand zu geben, damit die Kassiererin sie einscannen konnte. Und was tat die junge Frau? Sie bückte sich und schnallte den Kleinen eigenhändig aus seinem Kinderwagen. „Wanna do it yourself?“, fragte sie ihn. Dann half sie ihm, die Pretzel einzuscannen, ehe sie ihn zurück in den Wagen setzte und ihm noch ein paar Aufkleber reichte. Einen davon klebte sie gleich auf den Handrücken der kleinen Hand. Und auf einmal war das weitere Kassieren überhaupt kein Problem mehr.
„Do you have kids?“, fragte Frau Life Science. „No!“, sagte die Kassiererin. Sie war schlicht ein Naturtalent.

KasseWanna do it yourself?