(251) Reisenotizen – Oder: Balkonblumen, Behelfssteg, Behelfsenglisch und Brötchenhol-Outfit

In Deutschland unternimmt der Forschernachwuchs viel mit seinen sieben Cousinen und Cousins. Zum ersten Mal kann er sie alle beim Namen nennen.


Balkon
Blumen rausrupfen und dem unteren Nachbarn auf den Balkon werfen.
Der nachfolgenden Vernehmung zufolge will der Forschernachwuchs bei dieser
Aktion unbeteiligter Zuschauer gewesen sein. Er hat aber auch nicht „Stopp“ gesagt. 

In Sachen Barrierefreiheit bei öffentlichen Verkehrsmitteln gerät Frau Life Science vom Regen unter die Traufe, bzw. vom U-Bahn-Schacht auf den Behelfssteg.

Lahr/Schwarzwald im Juni 2017: Bahnhofsunterführung wegen Baustelle bis auf Weiteres geschlossen.  Als Alternative wird Müttern mit Kinderwägen und anderen Behinderten sowie allen übrigen Reisenden ein Behelfssteg geboten, der über die Oberleitungen der Gleise zum anderen Bahnsteig führt. Die Außentemperatur beträgt 36 Grad. 

So mancher Fehler im Englischen sticht Frau Life Science mittlerweile sofort ins Auge:

englishInfoschild bei einem Lokal in Freiburg i. Br. 

Und der Jetlag? West ist best, East ist beast, sagt man. Soll heißen, dass eine Reise in Richtung Europa das Individuum mehr belastet als die zurück. Das hat auch der Liefescientist bemerkt, als er letzes Jahr einmal alleine unterwegs war. Er hatte größte Schwierigkeiten, sich an die neue Uhrzeit zu gewöhnen. Als er zurückkam, meinte er, er müsse sich nun gar nicht mehr umstellen, da er sowieso nie in den anderen Rhythmus gefunden hätte.

Aber so oder so, der Jetlag auf dem Rückweg ist eher harmlos. Da wacht man halt um sechs Uhr morgens auf und kann tip-top ausgeschlafen Brötchen holen gehen. Das ist zwar eher ungewöhnlich, aber bestimmt nicht unangenehm. Übrigens merkt an den kleinen Dingen, dass man zurück in New York ist:

chinese
Auf dem Weg zum Brötchenholen trifft Frau Life Science einen Chinesen, 
der offenbar dasselbe vorhat – im Schlafanzug.