(253) Tiramisu à la New York – Oder: Man nehme / nicht…

Die Nachbarin fragt Frau Life Science, ob sie nicht vorbeikommen will. Sie hat nämlich noch selbstgemachtes Tiramisu vom Wochenende. Aber klar doch, keine Frage!

Am Kaffeetisch erklärt die Nachbarin, dass sie das Rezept für Tiramisu (italienisch für „zieh mich hoch“) etwas abgewandelt hat. Sie hat es ohne rohe Eier zubereitet, das ist schon mal klar unter Lifescientisten-Familien. Und, nun ja, der Mascarpone, der ist immer so teuer hier, den hat sie mit dem diesem Frischkäse gestreckt, der wie eine Stadt in Pennsylvania heißt sowie mit Schlagobers – das ist österreichisch für Schlagsahne. Außerdem hat sie den Kaffee weggelassen, den wollte ihr Mann nicht so gerne drinhaben. Und statt Amaretto hat sie Rum genommen, den hatte sie grad rum-stehen (daher wahrscheinlich der Name…). Löffelbiskuits muss man hierzulande auch lange suchen, sie sind hier unter dem Namen „Ladyfingers“ bekannt. Oder man nimmt einfach irgendein anderes Biskuitgebäck – so wie meine Nachbarin.
Am Ende hat sie 30 Dollar hingeblättert für die paar Zutaten. Selbermachen lohnt sich nicht…. Aber ein bisschen was ist noch übrig für das nächste Tiramisu à la New York.

Und wie hat´s geschmeckt? Cremig, frisch und kühl, passend an einem heißen Sommertag. Beim Gehen lobt Frau Life Science den Geschmack der gerade genossenen Süßspeise. „Kannst gerne das Rezept haben“, sagt die Nachbarin und grinst.

Tiramisu