(282) Weihnachten in New York – Oder: Ein Beitrag zur Blogparade der Expatmamas

Wie die Expatmamas Weihnachten feiern, will Jonna vom gleichnamigen Blog wissen und ruft zur Blogparade auf. Das wird spannend! Frau Life Science wünscht an dieser Stelle schon einmal allen teilnehmenden Mamas Happy Holidays! Und besten Dank an Jonna für die Idee.

Für Familie Life Science ist es bereits das dritte Weihnachten im Land der begrenzten Möglichkeiten, genauer in New York City. Noch genauer: Roosevelt Island, der fieberthermometerförmigen Insel im East River zwischen Manhattan und Queens, früher Lunatic Island genannt, die Insel der Verrückten, heute ein internationales Hochhausdorf, wo manch Verrücktes noch geblieben ist. Politisch zu Manhattan gehörend, aber dennoch eine eigene Welt für sich.

Dreimal Weihnachten auf Roosevelt Island für Frau Life Science, den Lifescientisten und den Forschernachwuchs.

In ihrem ersten Jahr, so mit einem wenige Monate alten Baby allein im fremden Land, fühlte sich Familie Life Science an den Feiertagen fast wie die Heilige Familie persönlich. „You can establish your own Christmas tradition“, meinte eine Bekannte, als sie hörte, das die Life Science’s alleine feierten. Und tatsächlich: Es fehlte nichts an den Weihnachtsfeiertagen. Keinerlei Melancholie kam auf und der Lifescientist hatte etwas, was er selten hat: Zeit.

Eher langweilig wurde es dann an Silvester. Da war es dann ein bisschen zu viel Ruhe und Beschaulichkeit auf Dauer und es gibt ja in New York City nicht mal Feuerwerk zum Bestaunen. Das ist gut für die Umwelt, aber schlecht für die Unterhaltung.

Im zweiten Jahr – wieder Weihnachten zu dritt. Familie Life Science hatte ihren ersten echten Tannenbaum, den der Lifescientist in Manhattan geschlagen hatte. Mit ein paar Kugeln aus dem Wohltätigkeitsladen und selbst gebastelten Sternen war er schnell dekoriert. Ein Seitenteil vom Kinderbett schützte vor allzu viel handgreiflicher Begeisterung des Babys.

IMG_3820

Der Ständer für den Christbaum gehörte übrigens vorher keinem geringeren als Jim, dem singenden Alt-Hippie, der ihn übers Elternnetzwerk weitergegeben hatte. Er hatte sich seinerzeit für einen Plastikbaum entschieden.

Den Kult-Christbaumständer vom Musik-Onkel hat Frau Life Science inzwischen längst der Nachbarin vermacht. Es kommt das letzte Weihnachten für Familie Life Science. Und  wer schon einmal eine vierköpfige Familie in einem One-Bedroom zu Gast hatte, weiß: Ein zusätzlicher Tannenbaum ist in einem solchen Fall ist utopisch.

Darum feiert Familie Life Science ihr drittes Weihnachten ohne Baum, aber mit viel Familie. Das wird schön. Ob Christkind oder der Weihnachtsmann vorbeischauen, wird noch diskutiert.

Und nächstes Jahr wieder Weihnachten in Deutschland. Wo auch immer. Amen.

Mehr Weihnachten in New York:

Heiligabend 2015

Heiligabend 2016

 

baumOh… Tannenbaum.