(284) Weihnachten auf Schilda Island – Oder: They can do better

Alle Jahre wieder wird auf Roosevelt Island der Tannenbaum im Rahmen eines kleinen Volksfestes erleuchtet. Der dafür vorgesehene, fest verwurzelte, lebende Baum ist jedoch aufgrund einer Baustelle dieses Jahr nicht zugänglich. Es musste Ersatz geschaffen werden: Ein künstlicher Tannenbaum auf der Wiese gegenüber.

Erst stand er mehr rechts. Fertig zusammengebaut. Dann wurde er derangiert und nach links bewegt, zu sehen hier:

 

 

Später war er wieder in der Mitte der Wiese zu sehen. Wieder grün bekleidet. Eingezäunt mit Eisengitter und gelbem Flatterband: Caution!

Merkwürdig. Ist das vorübergehend? Oder bleibt das so bis Christmas Day?

Baum

Der wandernde Tannenbaum ist Teil einer Weihnachtsdeko-Initiative, die Roosevelt Island attraktiver machen soll und die pro Jahr nicht weniger als 75 000 Dollar kostet. Zu einem Großteil wird dies aus öffentlichen Kassen finanziert. Die Bevölkerung, soweit sie es überhaupt mitbekommt, empört sich.

Die Diskussion kann man im Wochenblättle verfolgen:

Zeitung

Übersetzung eines Leserbriefs  an den Herausgeber der Wochenzeitung:

Ich frage mich, ob RIOC (Roosevelt Island Operating Company) das mit der Weihnachtsdekoration in dem sonst so beschaulichen Stück Park neben den „Meditation Steps“ noch einmal überdenkt. Mein neunjähriger Sohn hat das Ganze für den Schauplatz eines weihnachtlichen Verbrechens gehalten.
Niemand möchte sich einen künstlichen Tannenbaum anschauen, der von künstlichen Geschenken umgeben und von einem Gitterzaun und „Caution“-Bändern umringt ist.
Wenn  ich mir vor Augen führe, was (uns) das gekostet hat, so denke ich, das hätte man besser hinkriegen können.

 

geschenke.jpgCaution!

 

Es gibt auch noch andere Probleme mit dem Weihnachtsschmuck auf Roosevelt Island…

Unbenannt.png

http://rooseveltislanddaily.prosepoint.net/rioc-hudson-winter-wonderland-underwhelms-roosevelt-island