(291) Familienleben im One Bedroom – Oder: Platzfragen

Als Familie im One Bedroom (Zweizimmerwohnung) zu leben, ist eigentlich nur manchmal eine Herausforderung, und es ist das auch nur für manche, andere können da nur lachen.

No BedroomNo Bedroom…

Wie sieht es denn praktisch aus, das Familienleben im One Bedroom?

Das Zimmer, das nicht der Bedroom ist, ist das, wo man zu später Uhrzeit noch das Licht angeschaltet haben, mit Geschirr klappern und auf dem Laptop rumtippen kann. Aber die wachen Personen müssen sich darüber einig sein, was gemacht wird. Nicht selten gibt es Ehekrach (so wird Frau Life Science berichtet), weil ein Elternteil noch am PC arbeiten, der andere aber in Ruhe fernsehen oder auf der Couch schlafen will. Oder, oder.

Wohin ausweichen, um den Familienfrieden zu wahren? Im Schlafzimmer sind schon die Kinder, die man auf keinen Fall wecken will, sonst hat man noch mehr Probleme. Die Küche geht auch nicht, die ist offen im Wohnraum integriert. Und der Gemeinschaftsraum in so ziemlich jedem Haus schließt nachts.

Eine Möglichkeit: Vor der Wohnungstür im Flur sitzen und dort die Schreibarbeit erledigen. Hat der Lifescientist schon öfter gemacht. Bisschen merkwürdig fühlt man sich dann schon, wenn der Aufzug Klingelt und andere vom Ausgehen oder Hund spazieren führen zurückkehren und man da so vor der eigenen Tür sitzt. Oder wenn die Housingleute noch einmal einen Rundgang machen. Ist bestimmt wieder verboten, so vor der eigenen Tür zu hocken.

Es gibt aber auch noch eine andere Option: Das Badezimmer! Die Kinder eines Lifescientisten – Kollegen sagen scherzhaft  Daddy´s Office dazu. Immerhin hat man dort eine Sitzgelegenheit. Tatsächlich hat sich schon manch Lifescientist zum Arbeiten in dieses spezielle Office zurückgezogen. Kein Witz.

Nicht nur die Aufteilung lebender Personen muss im One Bedroom wohlüberlegt sein, auch die Verteilung von Dingen ist ein wichtiges Thema. Platz sparen ist die Devise! Ein One Bedroom heißt schließlich auch so, weil in den einen Raum genau „One Bed“ reinpasst. Sonst nichts. Stellt man weitere Dinge hinein, wird es sehr eng. Darum hat Frau Life Science auch fast dauerhaft blaue Zehen. Kein Raum zum Gehen! Ständig stößt sie irgendwo an.

Aber auch im anderen Zimmer ist der Platz beschränkt. Für den normalen Betrieb im Hier und Jetzt reicht´s. Aber Erinnerungen aufzubewahren, Kinderklamotten, Babyspielsachen und sowas, das gestaltet sich schwierig. Sentimentalität muss man sich leisten können. Die Dinge des Alltags haben Vorrang. Und sie sind geschickt zu platzieren. So zum Beispiel…

 

Bei Familie Life Science steht das Kinder-Fahrrad innen auf dem Fensterbrett (links)
– in Ermangelung eines Balkons (rechts)

WindelDer Windelvorrat von der Internetlieferung  (kaufe mehr, zahle weniger…) aufgetürmt in der Ecke
Jetzt bloß nicht unerwartet trocken werden, Forschernachwuchs!

 

 

Vorratsschrank der Familie Life Science unter dem Bett (links Lebensmittel, rechts Zellstoff) oder noch viel lustiger: im ungenutzten Backofen bei einer Nachbarmutter (siehe unten)

Backofen