(306) Bright Futures – Oder: Verhaltensrichtlinien von Ihrer Frau Doktor

Frau Life Science hielt es immer für eine kleine Schrulle ihrer Babysitter-Chefin: Dass sie vier Sorten Milch im Kühlschrank aufreiht. Mit Namensschildern.  Für den Jüngsten (2): whole milk, für den Mittleren (4): reduced fatt / 2%  und für die Älteste (9): fat free. Für sich selbst dann noch lactose-free.

Jetzt hat sich aber gezeigt: sie hält sich lediglich an die Empfehlung amerikanischer Kinderärzte. So heißt es nämlich im Infoblatt, das man bei der Routine-Kontrolle beim Kinderarzt standardmäßig für die jeweilige Altersgruppe erhält (auf englisch oder wahlweise spanisch): Ab dem Alter von 6 Jahren kaufe man dem Kind fettfreie Milch.

 

fatfree
Diese Infoblätter enthalten aber noch mehr nützliche Hinweise für Eltern.  Für Zweieinhalbjährige wird empfohlen:

buytwo

Man soll also vom gleichen Spielzeug einfach zwei kaufen oder dafür sorgen, dass Freunde das gleiche Spielzeug anschaffen. So einfach. Hätte man drauf kommen können!

Aber es geht in diesen Empfehlungszetteln nicht nur um Kinkerlitzchen. Ab dem Alter von 9 Monaten und dann bei fast jedem Folgebesuch wird auf die Gefahr von Waffen im trauten Heim hingewiesen:

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Mit zunehmendem Alter der Kinder werden konsequenterweise auch die Haushalte der Spielkameraden in die Überlegungen einbezogen:

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Besucht ein Teenager (15-17 Jahre) den Arzt, liegt ein an ihn selbst gerichtetes Infoblatt bereit. Darin heißt es:

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„Na, wenn´s der Doktor sagt, dann wird schon was dran sein“, mag der Teenager denken.

Für Eltern, die es bis zu diesem Zeitpunkt trotz mehrfacher Ermahnung immer noch nicht kapiert haben, wird der Hinweis in dem für sie bestimmten Infoblatt nun etwas deutlicher:

 

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Wollen wir hoffen, dass sich alle Beteiligten an die ärztlichen Anweisungen halten. Dann stehen „Bright Futures“ nichts mehr im Wege.

 

https://brightfutures.aap.org/families/Pages/Resources-for-Families.aspx