(316) Spargel in New York – Oder: Das weiße Gold

Die Spargel-Saison geht auch an New York City nicht vorbei. Bei „Schaller und Weber“, der traditionellen deutschen Metzgerei mit angeschlossenem Feinkostladen in Yorkville, gibt es derzeit Spargel. Ob er so dargeboten aber noch die Bezeichnung „SPARgel“ verdient, ist fraglich.

 

Die Spargel auf dem Metzgertresen sind in Vierer(!)päckchen gebunden
und kosten so zwischen 19 und 21 Dollar.

 

Rarität weißer Spargel:

Es war Frau Life Science gar nicht so klar: Spargel wächst natürlicherweise hauptsächlich grün. Sind halt Pflanzen – Photosynthese und so.
Der weiße Spargel wird erzeugt durch Anhäufen von Erde über der Spargelpflanze, die das Sonnenlicht blockiert und letztlich Photosynthese verhindert.

Grüner Spargel ist in New York City weit verbreitet. Es gibt ihn frisch oder tiefgefroren zuhauf im Supermarkt, in der Saison sogar am Obststand an der Straße. Nicht besonders teuer, kann man sich ganz gut leisten.

Weißer Spargel aber ist größtenteils unbekannt und muss aus Europa in gering nachgefragten Mengen frisch eingeflogen werden. Darum ist er so teuer. Fünf Dollar pro Spargel, beinahe nen Dollar pro Biss.

Das Ausleben eines Heimatgefühls mag es für den einen oder anderen wert sein. Heimweh geht ja bekanntlich durch den Magen.

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