(326) Den Sonntag rumkriegen – Oder: Ein ganz „normaler“ Schwimmbadbesuch

Da haben wir’s wieder, Spiralcurriculum im Life Science-Blog: Heute ist das Thema  Schwimmbad in New York wieder dran. Hatten wir ja schon hier und hier.

Der Lifescientist ist wieder mal auf Tour. Und für Frau Life Science stellt sich die Frage: Wie kriegt man einen Sonntag mit einem Kleinkind in der Trotz – äh, Selbstständigkeitsphase rum, ganz ohne Ablöse? Der Lifescientist macht halt doch einen ziemlich guten Job in Sachen Kinderbespaßung ab den Abenden und am Wochenende. Es ist einfach anstrengend mit diesem Kind. Es muss immer was gehen. Action, Action, Action!

Action? Soll er haben! Frau Life Science plant einen Freibadbesuch auf der Insel. Beim aus dem Haus gehen läuft sie der Nachbarin in die Arme, die ihr ein paar Schwimmflügel zusteckt. Hatte sie gerade dabei. „Brauchst du?“ Ja! Das war genau das, was noch gefehlt hat. Danke, Nachbarin! In Kombination mit dem Schwimmring, den Frau Life Science schon hat, ist es die perfekte Kleinkind- Wasser-Ausrüstung. So kann er auch mal alleine ins Becken hopsen und Mama darf am Beckenrand sitzen. Hoffentlich.

Gegen 10:00 Uhr hat sich vor dem Schwimmbad schon eine kleine Schlange gebildet. Um 9:59 Uhr schlägt der Angestellte auf. Als Frau Life Science an der Reihe ist, sagt sie „For me and my little one, please!“ Genau so formuliert sie es nicht umsonst, erhofft sie sich doch eine Preisermäßigung für das Kind. „Aber ich bin doch groooooß!“, kräht es aus dem Kinderwagen.  „Ja Schatz, natürlich!“ Da sieht man, wie gut der Englisch kann!

Ohne mit der Wimper zu zucken nimmt der Kassenmann Frau Life Sciences Bankkarte an sich und lässt einen Beleg raus, den Frau Life Science mit einem Schmunzeln abzeichnet. In ihrem letztem Sommer in New York steht sie da drüber:

51b9fde2-4b21-445a-8526-6a803664c0d9
Please come again…?

Der Badetag läuft für Familie Life Science in zwei Schichten. Erst ein paar mal baden, danach Mittagspause zuhause mit Schläfchen für das Kind und Pause für die Mama, und später die zweite Schicht. Dann ist dieser Sonntag auch rum.

Bei der Nachmittagsschicht eine fremde Frau, noch ehe Frau Life Science und Kind überhaupt einen Liegestuhl ergattert haben, den Schwimmring für den Rest des Tages ausleihen. Nix da! Brauchen wir selber. Und es ist Frau Life Science egal, wie die andere das findet. Nicht schlimm vermutlich, denn sie knotet ihrer Tochter einen Schwimmring aus einer Poolnudel. Auch nicht schlecht!

Gegen Abend ist das Wasser im winzigen Becken lauwarm und deutlich eingetrübt. Den Forschernachwuchs stört das nicht.

Auch bei $60 Eintritt ist man vor Lidschäftigkeit nicht gefeit.
Und für kein Geld der Welt gibt es hier heute ein Eis.