(343) Emotional Support – Oder: Hund und Attest im Angebot

Frau Life Science hat nun einmal dieses Tiergeschäft (wie das schon klingt) in Queens betreten, an dem sie bisher immer vorbeigegangen war. Sehr eindrücklich…!
Tierschutz – kein Thema. Hauptsache, die Dollars stimmen.

Das Hündchen hat genau so viel Platz wie man hier im Bild sieht. Offenbar ist das so lange der Fall, bis es von einem neuen Besitzer freigekauft wird!? Oh, Mann.

Das Gezwitscher im Hintergrund – grausig.

Trostlos. Da kann er noch so hüpfen, der Kleine. 

Alle Leute finden Hunde toll und wollen einen haben. Aber nicht jeder hat die Möglichkeit einen zu halten. Manchmal stellt sich der Vermieter quer, da kann man nichts machen. Oder doch?

Ihr freundliches Tiergeschäft hat den einen oder anderen Trick parat. Siehe hier:

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„Wenn dein Vermieter Tiere ablehnt, gibt es jetzt einen Ausweg!! Lies das!!! Mach ein Foto von dieser Anzeige und dann: Hau rein!“

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Was ein Emotional Support Animal (ESA) ist, wird hier oben erklärt – und im Folgenden kurz zusammengefasst und übersetzt:

  • Ein ESA ist kein Haustier. Es ist ein Begleithund oder eine Begleitkatze, und bringt therapeutischen Nutzen für Menschen mit einer geistigen oder psychischen Behinderung.
  • Tiere jeder Größe und Zuchtform können ein ESA darstellen. Sie haben nicht in besonderer Weise trainiert zu sein. Sie müssen sich lediglich in der Öffentlichkeit adäquat verhalten können.
  • ESAs fallen unter bestimmte Gesetze, die da wären: FHAA und ACAA.
  • Die FHAA-Verordnung sorgt dafür, dass das Tier bei Ihnen wohnen kann, auch wenn in Ihrem Wohnumfeld ansonsten keine Tiere erwünscht sind. Es dürfen Ihnen hierfür keine zusätzlichen Kosten auferlegt werden.
  • Die ACAA-Verordung macht es möglich, sein ESA in einem Flugzeug mitzuführen, und zwar direkt in der Kabine. Auch hier dürfen keine gesonderten Kosten entstehen.
  • ESAs sind nicht mit Service-Tieren zu verwechseln, die unter eine andere Gesetzgebung fallen.

Jetzt braucht man nur noch ein Attest vom Psychologen und schon kann der Hund zuhause einziehen oder kostenlos mit in den Urlaub fliegen. Ängste, Depressionen. Panik-Attacken? Irgend so etwas haben sie doch sicher, oder? Da lässt sich was machen. Alles eine Sache von ein paar Dollars.

Der hier sieht aus, als könnte er „emotional support“ gebrauchen. 

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Dieser Laden in Manhattan quält schon seit 60 Jahren Hunde. Herzlichen Glückwunsch, auch!