Schwere Sprache

Es war einmal eine Deutschlehrerin, die bringte den Kindern das Präteritum bei. Es gang schief.

Es war einmal eine Deutschlehrerin, die erklärte, dass das das und das dass unterschiedlich eingesetzt werden, doch die Kinder verstanden dass gar nicht.

Es war einmal eine Deutschlehrerin, die wollte die Kinder mit dem Dativ vertraut machen und ihnen den Akkusativ zeigen doch der Kasus des Nomens verwirrte die Kindern.

Es war einmal eine Deutschlehrerin, die hatte ein typisches Fehlerwort identifiziert und gab die Hoffnung nicht auf, dessen korrekte Schreibweise vileicht irgendwann noch zu vermitteln.

Es war einmal eine Deutschlehrerin, die seufzte, wo sie die Aufsätze ihrer Schüler korrigierte.

Es war einmal eine Deutschlehrerin, die viel vom Glauben ab.

8 Gedanken zu “Schwere Sprache

  1. Es war einmal eine Englischlehrerin, die versuchte, Sechstklässlern beizubringen, dass jeder Satz mit einem Großbuchstaben beginnt und mit einem Punkt endet. Sie ist schwer gespannt, ob die Realschüler es bis zur Mittleren Reife kapiert haben…

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  2. Es war einmal ein Lehrbeauftragter an mehreren Hochschulen, der mußte immer wieder feststellen, wie wenig selbst im Hauptstudium die Fähigkeit ausgeprägt ist, Texte sinnerfassend zu lesen und den Inhalt als Zusammenfassung wiederzugeben.

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  3. Es war mal ein Blogger, der fühlte sich im Deutschen eigentlich sehr sicher, bemerkt aber immer wieder grobe Schnitzer, wenn im Nachhinein mal ältere Beiträge las. Manchmal fehlt ein „h“ in der Suppe oder gehört da nicht hin. Mag für Deutschlehrer/innen grausig sein, aber solange die Jugend nicht schreibt wie sich spricht … gehts noch … oder tun sie das schon???

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