- Der Betriebsrat bei der Kirche, genannt „MAV“, ist ein Mitbestimmungsorgan für Einverstandene.
- Wenn in Alltagskontexten demokratische Prinzipien verletzt werden, verursacht das meist keinerlei Störgefühl. Hinsichtlich der demokratischen Kultur muss die Allgemeinheit in weiten Teilen als bildungsfern betrachtet werden.
- Deutschland braucht Wahlbeobachter. Von der Vorstandswahl beim Sportverein bis zum Mitbestimmungsorgan am eigenen Arbeitsplatz: SIE sind gefragt. Nehmen Sie es ernst, weil es ernst ist.
- Mitbestimmung in kirchlichen Einrichtungen wird oft geduldet, aber selten erwünscht.
- Demokratische Prozesse erfordern formales Vorgehen. Wo auch immer Informalität zum Einsatz kommt und gepriesen wird (ach, wir sind doch ganz… wir haben doch schon immer… , wir brauchen doch gar nicht….), hat sie stets einen undemokratischen Zweck.
- Paragraphen sind keine Glückskekse.
- Betriebliche Mitbestimmung macht enorm viel Arbeit und sie nervt. Entschuldigung. Für nix. Denn das gehört so.
- Das kirchliche Arbeitstrecht regelt heutzutage die Rechtsverhältnisse zwischen zunehmend glaubensfernen Angestellten und ihren zunehmend glaubensfernen Vorgesetzten (glaubensfern ist nicht wertend gemeint, rein beschreibend) und muss sich darum die Frage nach seiner eigentlichen Legitimation stellen.
- Die aktuelle Ausgestaltung und gelebte Praxis der betrieblichen Mitbestimmung evangelischen Einrichtungen ist antiprotestantisch.
9,5: Bullshit braucht Widerspruch, Ignoranz braucht Quälgeister und Bad Practice braucht Visionen.
Du legst den Finger in die Wunde! Es ist so wichtig, demokratische Prinzipien von Grund auf zu leben.
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