Unalltag 10

Der Unalltag hat langsam Struktur bekommen.

Die tägliche Fahrradtour mit dem Forschernachwuchs, einmal Oma und Opa anrufen, um 13:15 Uhr hält der Chef-MediologeVirologe der Berliner Charité seinen täglichen Podcast „Corona-Virus-Update“ ab – das Stundengebet in Pandemie-Zeiten, das Kind darf zweimal am Tag Tablet schauen (und bitte fragen Sie nicht, wie lange), 19:00 Uhr: Balkonklatschen.
Und dann „verspielen wir Stecken, okeeeee?“, sagt der Forschernachwuchs (spielen wir Verstecken). Das ist der krönende Tagesabschluss, es könnte aus Sicht des Kindes auch Tagesinhalt sein, denn es ist NIE genug.

Beim Dominospielen am Nachmittag geschieht etwas Unerwartetes: Kurz vor Spielschluss bewegen sich Anfang und Ende der Dominoschlange aufeinander zu. Dann zückt der Forschernachwuchs ein Kärtchen, das genau passt und Anfang und Ende zusammenführt. Ein magischer Moment … Tja, wenn man gerade sonst nichts erlebt …!
Es gelingt Frau Life Science nicht einmal, die Situation mit den vorhandenen Kärtchen richtig nachzustellen. Einigermaßen unwahrscheinlich ist das doch!

(Ungefähr so unwahrscheinlich wie dass ein Virus aus einem Malaiischen Schuppentier via Fledermausübertragung zur Schließung des Blumenladens in Berlin Lichterfelde führt.)

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Situation nachgestellt: Es schließt sich der Kreis beim Domino.

Ein Kresse-Beet. Das linke Foto ist von morgens, das rechte von abends.
Du bist aber groß geworden!

 

Murmelbahn. Malerkrepp löst sich schadlos von der Tapete, wenn man es nicht wochenlang drauflässt. (Tapetenschäden sind aber ohnehin nicht systemrelevant).
Breakdance am Teltow-Kanal

 

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Naturimpressionen am Teltow-Kanal

 

Möglicherweise wird durch Fotos oder Beschreibungen kurzzeitig der Eindruck erweckt, es ginge im Hause Life Science hoch pädagogisch zu. Wenn Sie möchten, bleiben Sie gerne in dem Glauben. Wenn nicht, bitte denken Sie sich Ihren Teil. Es ist nicht die Zeit zu glänzen, es ist die Zeit zurechtzukommen.

5 Gedanken zu “Unalltag 10

  1. Wie wahr!!! Es ist wirklich nicht die Zeit zu glänzen, das sage ich mir auch immer wieder wenn ich den eh schon gebeutelten Teenagern ein bisschen mehr Freiheit gebe als notwendig, wie ausschlafen zum Beispiel. Es sind die kleinen Dinge 😊

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