(420) Eine Cola für Swiss Mom

Im Familienbereich der Deutschen Bahn steigen Frau Life Science und der Nachwuchs-Schaffner in ein Abteil, das schon zu vier Sechsteln besetzt ist. Es reisen heute mit durchs Land: eine schweizerische Mutter, adrett gekleidet, gefühlt halb so alt wie Frau Life Science, und deren Kinder Klara (0), Emilia (2) und Leopold (4). Frau Life Science ist […]

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(419) Von der Rolle

Von wegen immer dieselbe Leier! Der Leierkastenmann in der Schloßstraße führt auf einem kleinen Zettel Buch über alle am Tage des Auftritts „runtergekurbelten“ Melodien und vermeidet tunlichst jede unnötige Wiederholung seiner eigenen Liebhaberstücke. Regelmäßig klappt der Straßenmusiker seinen Leierkasten auf, entfernt die gerade abgelaufene Rolle und tauscht sie gegen eine neue aus, die er aus einer […]

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(418) Schweizer Messer

Die Arbeitskolleginnen von Frau Life Science sind älter als sie, zwei sind Ü 60 und sogar Ü-Rente. Patente Frauen sind das. Friedrun zum Beispiel. Als am Bobby Car der Kindergartenkinder ein Plastikteil blöd absteht, zückt sie aus ihrer Jeans ein Schweizer Messer und schneidet das Plastik durch. Daumen hoch, Friedrun! Die Kinder können weiter spielen. […]

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(417) Erntedankfest mit Baum-Hasel

„Erntedank ist für mich das schönste Fest in der Kirche“, schwärmt eine andere Mutter aus dem Kindergarten. Aber warum? Weil Kinder Bio-Gurken aus dem Lidl zum Altar tragen dürfen? Die Erfahrung, etwas Eigenes wachsen zu sehen und zu ernten, machen Kinder ja heute seltener. Aber so Manches gedeiht auch im öffentlichen Raum und trägt dort […]

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(416) Purzelbaumkuchen

Zur Geburtstagsparty des Vierjährigen gibt es einen kranzförmigen Marmorkuchen mit Schokoladenguss. Das Geburtstagskind hilft natürlich beim Backen. Smarties müssen drauf, findet es. Rundherum: Oben, an der Seite – innen und außen – und untendrunter. Sie haben richtig gelesen, untendrunter. Der Kuchen soll sozusagen auf Smartiefüßen stehen, weil das Kind auf Smarties steht. Smarties unten. Auf […]

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(415) Schweinerei

Auf dem Gehweg und im Grünstreifen im beschaulichen Life Science-Wohnviertel liegen solche kleinen Köttel. Ganz viele. Ja, wer führt denn hier ein Schaf spazieren? Ein Hund jedenfalls kann es nicht gewesen sein, der diese Häufchen hinterlässt. Für die Beschaffenheit Hundehaufen gibt es ja genügend Anschauungsmaterial. Es war den Eheleuten Life Science ein großes Rätsel. Dass […]

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(414) Busnapping

Heute muss Frau Life Science ein wichtiges Thema ansprechen, denn es kann jeden treffen: Busnapping. Es entführt Sie am helllichten Vormittag ein Bus und verschleppt Sie in irgendeine Mozart-Straße, Busseallee oder zum Oberhofer Platz. Obwohl Sie da nie hinwollten. Das finden Sie lustig? Ist es ja auch – nur nicht, wenn es Sie gerade frisch […]

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(413) Bekehrung

In Berlin ist Frau Life Science vom Fahrradmuffel zum Fahrradfan geworden. Sie hatte tatsächlich schon Jahre kein eigenes Fahrrad mehr, seit ihr das letzte abhanden gekommen war – ach, fragen Sie nicht – und sie hatte es nicht groß vermisst. Wenn nicht Auto oder Öffentliche, nutzte sie am liebsten ihre eigenen Beine zur Fortbewegung. Vielleicht […]

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(412) Festhopping

„Ist denn heute nicht irgendwo ein Fest?“ , fragt der Lifescientist bei der Sonntagsplanung. Es ist nämlich die liebste Freizeitbeschäftigung der Familie Life Science, auf öffentlichen Festen abzuhängen. Büchsenwerfen? Wir kommen! Ponyreiten? Stehen schon an! Märchenerzählerin schlägt auf den Gong? Wir sitzen bereits in der ersten Reihe. In Berlin im Sommer gibt es im Radius […]

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(411) Zwei Buchstaben

Manchmal ändern kleine Dinge etwas Großes. Zwei Buchstaben zum Beispiel in einem Nachnamen. So hieß die sogenannte Ansprechpartnerin bei der gesichtslosen Hausverwaltung schon immer Frau Grotzke, von heute auf morgen steht „Frau Krötzke“ auf der Pinnwand im Treppenhaus, bei unveränderter Kontaktadresse. Zwei unscheinbare Lettern machen aus der Ansprechpartnerin eine Ansprechpartnerin. Das zeigt sich daran, dass […]

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