(428) Bruxismus

Bruxismus ist Zähneknirschen. Also nicht im übertragenen Sinn, sondern real-physisches. Unwillkürliches Zermalmen der eigenen Beißerchen unter teils erheblichem Geräuschaufkommen. Frau Life Science macht das leider ab und zu, wenn sie schläft. Genau weiß sie es auch nicht, denn würde sie es selbst merken, könnte die es ja einfach bleiben lassen. Vermutlich muss sie nachts manch […]

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(426) Mobilitätskonzepte

Familie Life Science hat zwar kein eigenes Auto, dennoch steckt sie jede Menge monetäre und physische Kraft in ihre Fortbewegung. Als Ergänzung zum großen Gelben halten sie sich einen einfachen Tretroller, mit dem der Forschernachwuchs theoretisch rollert, praktisch aber viel zu oft mit der flachen Hand der Mutter an den Schultern angeschoben wird. Das kostet […]

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(427) Ich heirate meine Familie

Frau Life Science hat sich bei einer Tasse Kaffee mit einer anderen Mutter aus Palästina unterhalten, Fuada heißt sie, und sie ist sehr nett. „Ich bin mit meinem Cousin verheiratet“, erwähnt sie, „das ist ja in Deutschland verboten. Aber wo ich herkomme, ist das nicht so selten.“ Das ist doch nicht verboten, glaubt Frau Life […]

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(425) Angepasste Post

Direkt unter dem sogenannten Bierpinsel in Steglitz steht ein auffälliger Post-Briefkasten. Auf ungewöhnlich niedriger Höhe angebracht – extra für Rollstuhlfahrer? Kleine Menschen? Aber warum bloß ist der Einwurfschlitz dem Gehweg abgewandt? Erst ein regionaler Newsletter brachte der ahnungslosen Frau Life Science die Antwort: Der speziell angepasste Briefkasten richtet sich an eine ganz besondere gesellschaftliche Randgruppe […]

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(424) Miracel Whip

Kennen Sie die Mayonnaise-Werbung aus den Neunzigern von Miracel Whip, die mit dem WHOOP, WHOOP? Wo alles schwer und fad ist und sich in Grautönen abspielt? Und alles nur wegen der falschen Mayonnaise? WHOOP, WHOOP ist es manchmal auch in Berlin. Familie nicht da: WHOOP. Freundes- und Bekanntenkreis:  hält sich immer noch in Grenzen – WHOOP, WHOOP. […]

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(423) Laterne, Laterne

Freitagnachmittag. Frau Life Science ist früher als sonst in die Kita gekommen und begibt sich mit dem Kinde in das Esszimmer, um auf kleinen Stühlen an kleinen Tischen mit Müttern und Vätern, Omas und Opas eine Laterne für den Martins-Umzug zu basteln. Die pädagogischen Mitarbeiter haben alle benötigten Materialien, Kleister, Pinsel, Transparentpapier, Käseschachtel-Rohlinge bereitgelegt (Arbeitssoll […]

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(422) Wochenende New York/Berlin

Schon das zweite Wochenende ist Frau Life Science nun allein für die Belustigung des Einzelkindes zuständig, denn der Lifescientist ist auf Dienstreise nach – raten Sie mal wo: der alten Wirkungsstätte. Er residiert in einem gemieteten Zimmer in unmittelbarer Nähe von good old Roosevelt Island in einer Neighborhood, die Frau Life Science vom Rumstrohmern ebenso […]

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(420) Eine Cola für Swiss Mom

Im Familienbereich der Deutschen Bahn steigen Frau Life Science und der Nachwuchs-Schaffner in ein Abteil, das schon zu vier Sechsteln besetzt ist. Es reisen heute mit durchs Land: eine schweizerische Mutter, adrett gekleidet, gefühlt halb so alt wie Frau Life Science, und deren Kinder Klara (0), Emilia (2) und Leopold (4). Frau Life Science ist […]

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(419) Von der Rolle

Von wegen immer dieselbe Leier! Der Leierkastenmann in der Schloßstraße führt auf einem kleinen Zettel Buch über alle am Tage des Auftritts „runtergekurbelten“ Melodien und vermeidet tunlichst jede unnötige Wiederholung seiner eigenen Liebhaberstücke. Regelmäßig klappt der Straßenmusiker seinen Leierkasten auf, entfernt die gerade abgelaufene Rolle und tauscht sie gegen eine neue aus, die er aus einer […]

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