(427) Ich heirate meine Familie

Frau Life Science hat sich bei einer Tasse Kaffee mit einer anderen Mutter aus Palästina unterhalten, Fuada heißt sie, und sie ist sehr nett. „Ich bin mit meinem Cousin verheiratet“, erwähnt sie, „das ist ja in Deutschland verboten. Aber wo ich herkomme, ist das nicht so selten.“ Das ist doch nicht verboten, glaubt Frau Life […]

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(425) Angepasste Post

Direkt unter dem sogenannten Bierpinsel in Steglitz steht ein auffälliger Post-Briefkasten. Auf ungewöhnlich niedriger Höhe angebracht – extra für Rollstuhlfahrer? Kleine Menschen? Aber warum bloß ist der Einwurfschlitz dem Gehweg abgewandt? Erst ein regionaler Newsletter brachte der ahnungslosen Frau Life Science die Antwort: Der speziell angepasste Briefkasten richtet sich an eine ganz besondere gesellschaftliche Randgruppe […]

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(424) Miracel Whip

Kennen Sie die Mayonnaise-Werbung aus den Neunzigern von Miracel Whip, die mit dem WHOOP, WHOOP? Wo alles schwer und fad ist und sich in Grautönen abspielt? Und alles nur wegen der falschen Mayonnaise? WHOOP, WHOOP ist es manchmal auch in Berlin. Familie nicht da: WHOOP. Freundes- und Bekanntenkreis:  hält sich immer noch in Grenzen – WHOOP, WHOOP. […]

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(423) Laterne, Laterne

Freitagnachmittag. Frau Life Science ist früher als sonst in die Kita gekommen und begibt sich mit dem Kinde in das Esszimmer, um auf kleinen Stühlen an kleinen Tischen mit Müttern und Vätern, Omas und Opas eine Laterne für den Martins-Umzug zu basteln. Die pädagogischen Mitarbeiter haben alle benötigten Materialien, Kleister, Pinsel, Transparentpapier, Käseschachtel-Rohlinge bereitgelegt (Arbeitssoll […]

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(422) Wochenende New York/Berlin

Schon das zweite Wochenende ist Frau Life Science nun allein für die Belustigung des Einzelkindes zuständig, denn der Lifescientist ist auf Dienstreise nach – raten Sie mal wo: der alten Wirkungsstätte. Er residiert in einem gemieteten Zimmer in unmittelbarer Nähe von good old Roosevelt Island in einer Neighborhood, die Frau Life Science vom Rumstrohmern ebenso […]

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(420) Eine Cola für Swiss Mom

Im Familienbereich der Deutschen Bahn steigen Frau Life Science und der Nachwuchs-Schaffner in ein Abteil, das schon zu vier Sechsteln besetzt ist. Es reisen heute mit durchs Land: eine schweizerische Mutter, adrett gekleidet, gefühlt halb so alt wie Frau Life Science, und deren Kinder Klara (0), Emilia (2) und Leopold (4). Frau Life Science ist […]

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(419) Von der Rolle

Von wegen immer dieselbe Leier! Der Leierkastenmann in der Schloßstraße führt auf einem kleinen Zettel Buch über alle am Tage des Auftritts „runtergekurbelten“ Melodien und vermeidet tunlichst jede unnötige Wiederholung seiner eigenen Liebhaberstücke. Regelmäßig klappt der Straßenmusiker seinen Leierkasten auf, entfernt die gerade abgelaufene Rolle und tauscht sie gegen eine neue aus, die er aus einer […]

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(418) Schweizer Messer

Die Arbeitskolleginnen von Frau Life Science sind älter als sie, zwei sind Ü 60 und sogar Ü-Rente. Patente Frauen sind das. Friedrun zum Beispiel. Als am Bobby Car der Kindergartenkinder ein Plastikteil blöd absteht, zückt sie aus ihrer Jeans ein Schweizer Messer und schneidet das Plastik durch. Daumen hoch, Friedrun! Die Kinder können weiter spielen. […]

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(417) Erntedankfest mit Baum-Hasel

„Erntedank ist für mich das schönste Fest in der Kirche“, schwärmt eine andere Mutter aus dem Kindergarten. Aber warum? Weil Kinder Bio-Gurken aus dem Lidl zum Altar tragen dürfen? Die Erfahrung, etwas Eigenes wachsen zu sehen und zu ernten, machen Kinder ja heute seltener. Aber so Manches gedeiht auch im öffentlichen Raum und trägt dort […]

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